Der Klassiker von Edgar Rice Burroughs

Hal Foster
Der Wegbereiter

Bereits 1928 zeichnete Hal Foster die erste Tarzan-Geschichte in Comicform. Am 15. März 1931 erschien in einigen amerikanischen Zeitungen die erste farbige Comicseite von Tarzan. Diese und die folgenden 27 Seiten zeichnete Rex Maxon. Ab dem 27. September 1931 übernahm der später durch Prinz Eisenherz weltberühmt gewordene Hal Foster die Serie. Er brachte 293 Seiten in den folgenden Jahren für diese Serie zu Papier.

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Hal FosterDer Wegbereiter

Geboren: 16. August 1892 in Halifax, Neuschottland, Kanada, als Harald Rudolf Foster
Gestorben: 25. Juli 1982 in Spring Hill, Florida

Schon früh entdeckte er die Liebe zum Zeichnen und zur Natur. Er verließ bereits im Alter von 14 Jahren die Schule und arbeitete als Bürobote und Stenograph. Neben abenteuerlicheren Berufen wie Jagdführer und Trapper betrieb er einige Jahre lang eine Goldmine und wurde nebenbei Illustrator für die Kataloge eines großen Versandhauses.

1915 heiratete er seine Frau Helen. Für die bald vierköpfige Familie war das Einkommen knapp, daher begann er um 1920 als professioneller Plakat- und Werbezeichner zu arbeiten. Doch Hal Foster gab sich damit nicht zufrieden – er sah sich als Künstler und strebte immer danach, sein Können zu verbessern. Er besuchte Abendkurse an der Chicago Academy of Fine Arts und wurde durch sein Talent und seine Akribie einer der begehrtesten Zeichner des renommierten Palenske-Young Studios. Als dieses die Rechte erwarb, den Roman Tarzan von Edgar Rice Burroughs als Comicstrip zu adaptieren, wurde Hal Foster dessen erster Zeichner. Am 20. Oktober 1928 erschien dann die erste Tarzan-Seite im britischen Magazin Tit-Bits.

Hal Fosters Verzicht auf Sprechblasen ließ ihm mehr Platz für die detaillierte Ausgestaltung seiner Hintergründe und wurde schnell zu seinem Markenzeichen – so begründete er nicht nur das Genre des Abenteuercomics, sondern schuf auch einen bleibenden Einfluss auf die nach ihm folgenden Generationen von Comiczeichnern.

Der Medienmogul William Randolph Hearst war so beeindruckt von Hal Fosters Arbeiten, dass er ihn für sein eigenes Unternehmen anwarb – und ihm ermöglichte, eine eigene Comicreihe zu erschaffen. Foster hatte nicht nur freie Hand bei der Gestaltung, sondern behielt auch die Rechte an der Reihe. Ursprünglich sollte sie den Namen Derek, Son of Thane tragen, wurde jedoch auf Drängen von Hearst in den werbeträchtigeren Prince Valiant umbenannt. Am 13. Februar 1937 erschien die erste Seite von Prince Valiant – ungewöhnlich war damals, dass die Serie ausschließlich auf den großformatigen und farbigen Seiten der Sonntagsbeilagen erschien und nicht auch wochentags in schwarzweiß. So nahm die neue Serie schon von Anfang an eine Sonderstellung unter den damaligen Comics ein und bot Foster einen riesigen Freiraum, um seine Kreativität voll zu entfalten.

Fosters umfangreiche Recherchen und detailverliebte Zeichnungen ließen ihm keine Zeit für andere Beschäftigungen im Comicbereich – jahrzehntelang zeichnete er Woche für Woche etwa 50 Stunden an einer Seite. Neben Prinz Eisenherz illustrierte er lediglich die Geschichte The Song of Bernadette nach einem Roman von Franz Werfel – die Geschichte um Bernadette von Lourdes –, eine 1948 erschienene Weihnachtsgeschichte, und The Medieval Castle (auf deutsch unter dem Titel Abenteuer zweier Ritterknaben erschienen).

1954 wurde Prince Valiant von 20th Century Fox mit Robert Wagner in der Hauptrollte verfilmt, und die Popularität der Serie nahm immer weiter zu. Im Jahre 1957 wurde Hal Foster mit dem National Cartoonist Society Reuben Award ausgezeichnet.

Nach mehr als 34 Jahren und 1788 Seiten übergab Foster am 23. Mai 1971 seinem Nachfolger John Cullen Murphy die Fortführung der Sage um den Prinzen aus Thule. Bis 1980 blieb er jedoch an seinem Lebenswerk beteiligt, indem er Skizzen anfertigte und die Geschichte weiterschrieb.

Burne Hogarth
Der Michelangelo der Comics

Mitte 1937 wurde der für seinen dynamischen Zeichenstil legendäre Burne Hogarth sein Nachfolger. Abgesehen von einer längeren Pause – Mitte der 1940er-Jahre, in der Ruben Moreira zeichnete – führte Hogarth die Abenteuergeschichten bis 1950 fort. In zehn Bänden sind erstmals die restaurierten Tarzan Sonntagsseiten in den Originalfarben zu sehen.

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Burne HogarthDer Michelangelo der Comics

25. Dezember 1911 in Chicago, Illinois
Gestorben: 28. Januar 1996 in Paris

Bereits im Alter von zwölf Jahren begann er, Kurse am Chicago Art Institute zu besuchen. Nach weiteren Lehrjahren mit vielen, unterschiedlichen Jobs zum Broterwerb erschien 1929 seine erste eigene Comicserie Ivy Hemmanhaw.

1936 gelang es ihm, Nachfolger von Hal Foster für die Sonntagsseiten von Tarzan zu werden. Abgesehen von einer längeren Pause führte Hogarth die Comic-Geschichten des Dschungelhelden – mit seinem dynamischen Zeichenstil – bis 1950 fort. Danach beendete er vorerst seine Comic-Karriere und widmete sich ganz der School of Visual Arts, die er 1947 mit Silas Rhodes gegründet hatte. In den folgenden Jahren brachte er einige Standardwerke über die Anatomie des menschlichen Körpers heraus, die bis heute ihre Gültigkeit behalten haben.

1972 veröffentlichte er eine prächtige Adaption des Romans "Tarzan Of The Apes", 1976 folgte "Jungle Tales Of Tarzan". Immer noch gilt er als einer der großen Meister der Illustration – Kritiker nannten ihn auch gerne den „Michelangelo der Comics“.

Russ Manning
Der Realist

Russ Manning war ein begabter Geschichtenerzähler mit einem überragendem Zeichentalent, der seine Tarzan-Abenteuer sowohl im modernen Afrika als auch im vorzeitlichen, von Sauriern bevölkerten Pal-ul-don ansiedelte. Er sollte die Gestalt des Tarzan wieder so eng wie möglich an Burroughs’ Originalvision anlehnen. Mit Unterstützung von Bill Stout, Mike Royer und Dave Stevens schuf Manning insgesamt 22 Geschichten für die Sonntagsbeilagen und 9 Abenteuer für die Tageszeitungen.

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Russ ManningDer Realist

Geboren: 5. Januar 1929 in Van Nuys, Kalifornien, als Russel George Manning
Gestorben: 1. Dezember 1981 in Long Beach, Kalifornien

Manning studierte am Los Angeles County Art Institute und zeichnete während seiner Zeit in der US Army in Japan und Korea Cartoons für die Army-Zeitung. 1953, nachdem er den Militärdienst abgeschlossen hatte, begann er für verschiedene Zeitungen Comics zu zeichnen. So startete 1963 seine Serie Magnus – Robot Fighter, die bis zum Jahr 1968 lief. Ein Jahr danach schuf er Korak, eine Reihe von Abenteuern des Sohns von Tarzan.

1965 wurde er mit den Tarzan-Alben betraut. Bis 1969 setzte er zehn der ersten elf Tarzan-Romane von Edgar Rice Burroughs um, die auf Bearbeitungen von Gaylord Du Bois basierten. Von 1967 bis 1972 zeichnete er den täglichen Tarzan-Zeitungsstrip. Kurz vor seinem Tod, von 1979-1980, arbeite er noch an der Comic-Adaption der Star Wars-Geschichten.

2006 wurde er in die Comic Book Hall of Fame aufgenommen. Nach ihm wurde der Russ Manning Promising Newcomer Award benannt, der im Rahmen der Eisner Awards während der Comic-Con International verliehen wird.

Sonntagsseiten
Jahre Zeitungscomics
Zeichner
Hardcover-Bände bei Bocola

Tarzan bei Bocola

Das lieferbare Programm edler Hardcover-Editionen
Tarzan Sonntagsseiten

Die Sonntagsseiten

1931-1950

In zehn Bänden sind erstmals die restaurierten Tarzan Sonntagsseiten in den Originalfarben zu sehen. In dem großen Hardcoverformat (26,3 x 35,4 cm) kommen die detailreichen Zeichnungen besonders gut zur Geltung. Jedes Buch enthält etwa zwei Jahrgänge aus dem Zeitraum 1931 bis 1950.

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Russ Manning Strips

Russ Manning

Die Dailies & Sundays

Tarzan: Die kompletten Russ Manning Strips ist eine achtbändigen Reihe, die alle Tarzan-Zeitungsstrips von Manning umfasst. Sämtliche Dailies und Sundays von 1967 bis 1979, werden als restaurierte Nachdrucke der im Besitz des Edgar-Rice-Burroughs-Archivs befindlichen Proofs präsentiert.

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